Antwort auf unsere Eingabe vom 14.12.2020

Antwort des Landtags Nordrhein-Westfalen

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Aktion ARTWALK / Bau(M)-Kunst

Die Bürgerinitiative Hinter der Kiste beteiligt sich mit den Initiativen Schlosspark und Charlottenstrasse sowie der Bürgerinitative Gerthe West – so nicht! an der Aktion ARTWALK / Bau(M)-Kunst, die am 8. Mai 2021 begonnen hat. 

In der Aktion „Bau(M)-Kunst“ wollen die 4 Bürgerinitiativen auf die Bochumer Baumaßnahmen hinweisen, die massiv den Baumbestand bedrohen und damit den Klimawandel vorantreiben. Mit Motiven des Bochumer Künstlers H.D. Gölzenleuchter, die schützend um die Bäume gelegt werden, weisen sie auf Bäume hin, die von Bauvorhaben bedroht sind. So ist z. B. auch bei der geplanten Bebauung der Frei- und Ackerfläche Hattinger Straße / Hinter der Kiste ein alter Baumbestand gefährdet. 

Der ARTWALK geht von Linden über Weitmar, Wiemelhausen bis nach Hiltrop. Folgen Sie dem ARTWALK und schauen Sie sich die Motive vor Ort an. In Linden finden Sie das Gölzenleuchter-Werk in der Zufahrt Hattinger Str. 938 A-E. Dort liegen Flyer aus sowie vorgefertigte Postkarten, die man an den Oberbürgermeister Thomas Eiskirch senden kann.

Zudem kann man sich auf der Internetseite www.baum-kunst.art über die Aktion informieren und hat die Möglichkeit, vorformulierte E-Mails an den Oberbürgermeister zu schicken, um das Anliegen der Initiativen zu unterstützen.

Informationen:

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Offener Brief zum Wohnungsbedarf in Bochum – Erhalt der Frei- und Ackerfläche „6.04 Hattinger Straße / Hinter der Kiste“ in Bochum-Linden

An
den Oberbürgermeister der Stadt Bochum
den Stadtbaurat der Stadt Bochum
den Amts- und Institutsleiter – Amt für Stadtplanung und Wohnen der Stadt Bochum
den Amts- und Institutsleiter – Referat für politische Gremien, Bürgerbeteiligung und Kommunikation
die Fraktionen und Mitglieder im Rat der Stadt Bochum
die Mitglieder des Ausschusses für Planung und Grundstücke und die dort vertretenen Fraktionen

den Bezirksbürgermeister Bochum-Südwest
die Mitglieder der Bezirksvertretung Bochum-Südwest

die Soziale Liste Bochum

Bochum, den 11.12.2020

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Eiskirch,
sehr geehrter Herr Dr. Bradtke,
sehr geehrter Herr Kröck,
sehr geehrter Herr Lumma,
sehr geehrte Damen und Herren der Fraktionen im Rat der Stadt Bochum,
sehr geehrte Damen und Herren des Ausschusses für Planung und Grundstücke,

sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister Gräf,
sehr geehrte Damen und Herren der Bezirksvertretung Bochum-Südwest,

sehr geehrter Herr Gleising,
sehr geehrte Damen und Herren,

in der WAZ vom 04.11.2020 wurde ein Artikel zum Wohnungsbedarf in NRW „Zu wenig Neubau in Großstädten“ veröffentlicht. Aus einer in diesem Artikel erwähnten Studie geht deutlich hervor, dass die Stadt Bochum im Vergleich mit 20 westdeutschen Großstädten schon jetzt 14% über dem eigentlichen Bedarf (100%) hinaus Wohnungen in Bochum baut. Erschwerend kommt hinzu, dass für unsere Stadt bis zum Jahr 2030 eine schrumpfende Bevölkerungsdichte erwartet wird. Vor dem Hintergrund dieser Prognose entsteht ein signifikantes Missverhältnis zwischen dem eigentlichen Bedarf und den überschüssigen Wohneinheiten.

Dieser Artikel wird durch einen weiteren Artikel in der WAZ vom 06.11.2020 „Der Wohnungsmarkt bis 2040“ gefestigt. Gemäß einer in diesem Artikel erwähnten Analyse des NRW Bauministeriums gibt es in Bochum unter dem Strich schon heute genug Wohnungen, aber oft die falschen. Der Bedarf beziehe sich u.a. auf altersgerechte Wohnungen und Apartments für Singles. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass der Ausbau bzw. die Aufstockung von Dachgeschossen für notwendigen Wohnraum (Singlewohnungen) gefördert werden muss. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit durch den nachträglichen Ein- bzw. Anbau von Aufzugsanlagen barrierefreie Wohnungen für ältere Menschen zu schaffen.

Bereits in der WAZ vom 18.07.2020 unter der Rubrik „Aus der Region“ wurden im Artikel „Umbauen ist klüger, als neue Flächen zu versiegeln“ gute Ansätze zu einer nachhaltigen Vorgehensweise aufgeführt. Wir würden es begrüßen, wenn die zuständigen Gremien der Stadt Bochum solche interessanten Ansätze aufgreifen und favorisieren.

Einerseits erklärt die Stadt Bochum aufgrund eines Ratsbeschlusses vom 06.06.2019 den Klimanotstand, andererseits wird an dem unseres Erachtens überholungsbedürftigem Wohnbauflächenprogramm ohne Rücksicht auf unsere Umwelt weiterhin uneingeschränkt festgehalten. Ohne Notwendigkeit wird aus rein wirtschaftlichen Interessen die Versiegelung schützenswerter Böden unaufhaltsam fortgeführt und das, wie aus den Studien ersichtlich, am Bedarf vorbei.

Einerseits unterstützt die SPD Bochum die Volksinitiative „Artenvielfalt“, andererseits werden jedoch schützenswerte Grün- und Ackerflächen in Bauland umgewandelt und damit versiegelt. Von einer Reduktion des Flächenverbrauchs ist dann keine Rede mehr.

Gemäß einem Artikel in der WAZ vom 01.07.2020 „Betonfläche in Altenbochum soll wieder Natur werden“ lässt sich die SPD für den Rückbau der versiegelten Fläche „Auf der Heide“ feiern. Für uns ist es völlig unverständlich, dass einerseits ein Rückbau von versiegelten Flächen erfolgt, und andererseits aber die wertvolle Frei-und Ackerfläche „Hinter der Kiste“, die an ein Landschaftsschutzgebiet angrenzt, trotz der Auswirkungen des Klimawandels einer Bebauung und somit einer Versiegelung zugeführt werden soll. Es ist für uns nicht nachzuvollziehen, dass in unserer heutigen Zeit mit anhaltenden Dürreperioden großzügige Freiflächen, die zur Speicherung des Grundwassers dienen, versiegelt werden sollen.

Im WAZ Artikel vom 24.11.2020 wird die Frage erörtert: „Baut Bochum mehr Wohnungen als nötig?“. Gemäß einer Prognose des Statistikdienstleisters IT.NRW werde Bochums Einwohnerzahl bis 2040 um 2,5% schrumpfen. Neben der bereits oben erwähnten Studie des Analysehauses Wüest Partner beziehen sich die Bedenken der Grünen, ob wirklich so viele Wohnungen in Bochum benötigt werden wie in 2017 im Handlungskonzept Wohnen beschlossen, auch auf eine Auswertung des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW). Beide Studien kommen zu dem Schluss, dass Bochum über Bedarf baue. Dies entspreche auch der Einschätzung der grünen Ratsfraktion. Schon jetzt belege Bochum mit einer versiegelten Fläche von 37,9% Platz 9 in Deutschland.

In diesem Zusammenhang verweisen wir hierzu auch auf den WAZ Artikel vom 05.11.2018 „Mehr als ein Drittel der Stadt ist versiegelt“, welcher auf eine Untersuchung der VdS Schadenverhütung GmbH Bezug nimmt. Des Weiteren wird im WAZ Artikel vom 23.07.2019 „Ruf nach mehr Wohnungsbau“ einer Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) zufolge erläutert, dass der Anteil des gedeckten Wohnungsbedarfs für Bochum bei 128% liegt.

Die Datenlage und Ergebnisse der Analysen in den angesprochenen Artikeln weichen deutlich von den im Handlungskonzept Wohnen zu Grunde liegenden Annahmen zum Wohnungsbedarf in Bochum ab.

Daher können wir die Forderung der Grünen nur gutheißen und ausdrücklich unterstützen: Erhebung neuer Daten bis 2022! Das städtische Ausbauziel muss vor dem Hintergrund aktueller Zahlen neu formuliert werden. Dabei muss oberste Priorität haben: Erhalt der unversiegelten Flächen!

Wir fordern Sie auf, das politische und verwaltungstechnische Verfahren zum Wohnbauflächenprogramm bis zum Abschluss einer Überprüfung des tatsächlich vorhandenen und benötigten Wohnbedarfs auszusetzen. Nach der Auswertung – basierend auf den Ergebnissen – muss ein entsprechend auf die wirklichen Erfordernisse und Bedürfnisse angepasstes Wohnbauflächenprogramm erarbeitet und verabschiedet werden.

Wir möchten an dieser Stelle nochmals betonen, dass wir uns nach wie vor aus ökologischer Sicht sowie als Maßnahme gegen den Klimanotstand für den Erhalt der Frei- und Ackerfläche „6.04 Hattinger Straße / Hinter der Kiste“ einsetzen und nach eingehender Betrachtung der Situation bei unserer Forderung bleiben: KEINE BEBAUUNG!

Wir freuen uns über eine Rückmeldung von Ihnen und wünschen Ihnen und Ihren Familien eine schöne Weihnachtszeit.

Mit freundlichen Grüßen

Bürgerinitiative Hinter der Kiste

Reimund Kröger
Ralf Kleinmax

P.S.
Die aufgeführten Artikel finden Sie auf der Website der Bürgerinitiative Hinter der Kiste unter folgendem Link:

https://hinter-der-kiste.stadtentwicklung.net/?page_id=39

Die Studie des Analysehauses Wüest Partner Deutschland W&P Immobilienberatung GmbH: Westdeutsche Wohnungsmärkte Daten & Perspektiven 2020 finden Sie unter folgendem Link:

https://www.wuestpartner.com/de/publikationen/westdeutsche-wohnungsmaerkte-2020

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Impressionen Info-Stand

Impressionen Info-Stand vom 29.08., 05.09. + 12.09.2020 in Bochum Linden

dav
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Offener Brief zum Stand der Planungen für eine Bebauung der Fläche „6.04 Hattinger Straße / Hinter der Kiste“ in Bochum-Linden / Bürgerbeteiligung

An
den Oberbürgermeister der Stadt Bochum
den Stadtbaurat der Stadt Bochum
den Amts- und Institutsleiter – Amt für Stadtplanung und Wohnen der Stadt Bochum
den Amts- und Institutsleiter – Referat für politische Gremien, Bürgerbeteiligung und Kommunikation
die Fraktionen und Mitglieder im Rat der Stadt Bochum
die Soziale Liste im Rat der Stadt Bochum

An
den Bezirksbürgermeister Bochum-Südwest
die Mitglieder der Bezirksvertretung Bochum-Südwest

Bochum, den 14.08.2020

Städtebaulicher Entwurf „Hinter der Kiste“ in Bochum-Linden / Bürgerbeteiligung

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Eiskirch,
sehr geehrter Herr Dr. Bradtke,
sehr geehrter Herr Kröck,
sehr geehrter Herr Lumma,
sehr geehrte Damen und Herren der Fraktionen im Rat der Stadt Bochum,
sehr geehrter Herr Gleising,

sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister Gräf,
sehr geehrte Damen und Herren der Bezirksvertretung Bochum-Südwest,

sehr geehrte Damen und Herren,

vorab möchten wir, die Bürgerinitiative Hinter der Kiste, vertreten durch die Unterzeichner, uns für die Akten- bzw. Planeinsicht am 12.06.2020 zum o.g. Projekt bedanken.

Wir möchten zunächst nochmals betonen, dass wir uns nach wie vor aus ökologischer Sicht sowie als Maßnahme gegen den Klimanotstand für den Erhalt dieser Frei- und Ackerfläche einsetzen und uns gegen eine Bebauung aussprechen.

Sodann möchten wir darauf hinweisen, dass die Stadtverwaltung die Öffentlichkeit vor Ort zu keinem Zeitpunkt über die Pläne informiert hat.

Von dem zugrundeliegenden Wohnbauflächenprogramm haben wir durch Zufall erfahren und uns unmittelbar danach mit der Thematik auseinandergesetzt.

Danach haben am 17.05.2019 Herr Bezirksbürgermeister Gräf und Herr Häcker als Vertreter des Investors der Firma Wilma Immobilien GmbH uns von der Bürgerinitiative vor Ort erläutert, dass es sich bei der angedachten Bebauung um 2 Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 25 Wohneinheiten und 47 Doppelhaushälften bzw. freistehende Einfamilienhäuser handeln soll. Zudem wurde von Herrn Bezirksbürgermeister Gräf und Herrn Häcker erwähnt, dass im Juni 2019 ein städtebaulicher Workshop mit der Thematik Erschließung, Wohntypen, Rahmenbedingungen etc. mit der Wilma Immobilien GmbH und den beteiligten Ämtern und Behörden der Stadt stattfinden solle. Auf vielfache Rückfragen dazu unsererseits im Nachgang, ob denn dieser Workshop stattgefunden habe und wenn ja, mit welchem Ergebnis, wurde über lange Zeit nicht reagiert bzw. keine Auskunft erteilt.

Die Grünen und die Soziale Liste im Rat haben dann durch Anfragen in kommunalen Gremien etwas Licht in die Aktivitäten von Investor und Stadtverwaltung auf der Fläche „Hattinger Straße / Hinter der Kiste“ gebracht.

Bekannt wurde später dann auch, dass Verwaltung und Investor den für Juni 2019 geplanten Workshop tatsächlich als gemeinsamen Workshop zur städtebaulichen Entwicklung urchgeführt haben und die Ergebnisse dann dem Gestaltungsbeirat vorgelegt wurden. Auf Grundlage der Empfehlung des Beirats dürfte der nun favorisierte Entwurf der Verwaltung entstanden sein. Hier sei der Hinweis erlaubt, dass aus diesem ausschließlich nicht öffentlich tagenden Beirat grundsätzlich keine Informationen für die Bürgerschaft zu erhalten sind.

Wir haben die Information der Öffentlichkeit mit unserer Info-Veranstaltung am 03.03.2020 dann selbst in die Hand genommen. Leider hat es die Stadtverwaltung nicht für angezeigt gehalten, die Bürgerschaft in Linden auf dieser Veranstaltung aus erster Hand zu informieren.

Die Teilnahme von mehr als 120 Interessierten zeigt, dass in Linden ein großes
Informationsbedürfnis besteht. Kritische Meinungsäußerungen haben zudem deutlich gemacht, dass die dortige Bürgerschaft nicht nur informiert werden will, sondern sich an der Entwicklung ihres Stadtteils auch aktiv beteiligen will.

Wir haben anschließend Mitte März 2020 der Verwaltung und der Politik eine Rückmeldung über unsere Info-Veranstaltung gegeben inklusive der aufgekommenen Fragen seitens der Bürgerschaft.Am 08.05.2020 erhielten wir eine Antwort von Frau Krammer vom Amt für Stadtplanung und Wohnen, dass der aus dem Workshop resultierende Vorentwurf, an dem die Firma Wilma Immobilien GmbH, ein von ihr beauftragtes Architekturbüro sowie Mitarbeiter der Verwaltung teilgenommen haben, als erste Grundlage für die Vorlage an die politischen Gremien und für die Diskussion mit der Öffentlichkeit diene. Im Rahmen einer frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung solle das so erarbeitete städtebauliche Konzept vorgestellt und erläutert werden. Aufgrund der Einschränkungen durch die Pandemie wurde entschieden, die Öffentlichkeitsbeteiligung zu verschieben, und man würde uns über den Zeitpunkt der Öffentlichkeitsbeteiligung informieren, es sei jedoch nicht vor Oktober 2020 mit einer solchen zu rechnen. Die Bekanntmachung erfolge auch im Amtsblatt der Stadt Bochum.

Um also Einzelheiten über den Planungsstand zu erhalten, mussten wir Akteneinsicht nehmen. Wie aus den Akten ersichtlich, wird, wie bereits oben erwähnt, ein städtebaulicher Entwurf der Stadt Bochum favorisiert.

Ohne auf Details einzugehen, mussten wir hierbei feststellen, dass die favorisierten Entwürfe eine massive Bebauung darstellen und mit bis zu 20% mehr Wohneinheiten die beabsichtigte Planung des Investors übersteigen.

Wie lässt sich eine Bebauung dieser Fläche und derartige Planungen nach einer Abwägung mit den Interessen der Bürger und unter Berücksichtigung des Klimawandels rechtfertigen, insbesondere auch im Hinblick auf den im Juni 2019 für Bochum ausgerufenen Klimanotstand? Angrenzende Hitzeinseln würden noch mehr aufgeheizt und wichtige Luftschneisen zur Abkühlung unseres Stadtteils würden vernichtet. Durch eine solche Baumaßnahme würde es zu ökologischen und klimatischen Auswirkungen und Belastungen für Mensch, Tier und Natur kommen.

Da seitens der Stadtverwaltung bis heute keine Information der Öffentlichkeit für erforderlich gehalten worden ist und offensichtlich eine größtmögliche Bebauung der Fläche favorisiert wird, wenden wir uns nun erneut an Politik und Verwaltung.

Die Grünen sprechen sich nach wie vor gegen eine Bebauung aus und die Soziale Liste hat sich immer wieder – zuletzt vor wenigen Tagen – öffentlich gegen die Bebauung dieser Fläche ausgesprochen.

Auf Wahlprüfstein-Fragen des „Netzwerks für bürgernahe Stadtentwicklung“ haben zudem die angefragten Parteien erklärt, sich nach der Kommunalwahl im neu zusammengesetzten Rat für mehr Bürgerbeteiligung einzusetzen.

Warum sollte also der Rat dann nicht bereits in der Sitzung am 27.08.2020 die Verwaltung auffordern, unverzüglich eine Bürgerversammlung in Bochum-Linden durchzuführen, in der die Bürgerschaft über den Stand der Planung und über die Ausgestaltung einer über die gesetzlich vorgesehene Beteiligung hinausgehende Mitwirkung der Bürgerschaft informiert wird. Auch unter Corona-Bedingungen kann Bürgerbeteiligung durchgeführt werden.

Nach eingehender Betrachtung der Situation bleiben wir bei unserer Forderung: KEINE BEBAUUNG!

Wir freuen uns über eine kurzfristige Rückmeldung von Ihnen und verbleiben

mit freundlichen Grüßen

Bürgerinitiative Hinter der Kiste
Reimund Kröger
Ralf Kleinmax

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E-Mail von Frau Krammer vom 08. Mai 2020 zu der E-Mail der Bürgerinitiative vom 15. März 2020

Sehr geehrte Damen und Herren,


gerne komme ich auf meine Zwischenmitteilung vom 18.03. zurück und möchte auf Ihre Fragen antworten.


Im Rahmen der Aufstellung des Wohnbauflächenprogramms wurde die Fläche „Hinter der Kiste“ als potentielle Wohnbaufläche definiert und durch die politischen Gremien beschlossen. Der Großteil der Fläche ist in Privateigentum. Lediglich die kleine Grünbrache und Baulücke an der Hattinger Straße, die für die Erschließung der Fläche notwendig ist, ist im Eigentum der Stadt Bochum. Nach der positiven Beschlussfassung durch den Rat der Stadt Bochum haben sich die bisherigen Grundstückseigentümer eigenständig an die Firma Wilma Bau gewandt und ihre Grundstücke zum Verkauf angeboten. Die Stadt Bochum war an diesen Grundstücksverhandlungen nicht beteiligt.

Die Firma Wilma Bau hat eigenständig ein erstes Konzept zur Bebauung des Areals entwickelt. Das damals vorgestellte Konzept und damit auch der Gebäudemix und eine exakt benannte Anzahl an Wohneinheiten spiegelten somit nur frühe Überlegungen des Projektträgers wieder. Die Stadtverwaltung hat mit Wilma Bau daraufhin vereinbart, in einem gemeinsamen Workshop dieses Konzept zu überarbeiten. An dem Workshop haben die Firma Wilma Bau, ein von Wilma beauftragtes Architekturbüro sowie Mitarbeiter der Verwaltung teilgenommen. Es wurden mehrere grobe Bebauungsvarianten skizziert, in die insbesondere die Bochumer Grundsätze zur städtebaulichen Gestaltung eingeflossen sind. Hierdurch hat die Stadtverwaltung ergründet, welche Potentiale und Restriktionen mit einer Flächenentwicklung verbunden sind.


Der daraus resultierende Vorentwurf stellt weiterhin einen frühen Konzeptstand dar und dient als erste Grundlage für die Vorlage an die politischen Gremien und für die Diskussion mit der Öffentlichkeit. Im Rahmen einer frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung soll das so erarbeitete städtebauliche Konzept vorgestellt und erläutert werden. Selbstverständlich gibt es dabei für die Öffentlichkeit die Möglichkeit, Anregungen abzugeben. Aufgrund der aktuellen Einschränkungen durch die Pandemie wurde entschieden, die Öffentlichkeitsbeteiligung zu verschieben.


Hinsichtlich Ihrer Frage zur Erschließung kann ich Ihnen mitteilen, dass Ziel ist, die Haupterschließung der Wohnbaufläche über die Hattinger Straße vorzunehmen. Die Konkretisierung eines Verkehrskonzepts und die Optionen weiterer Anbindungen werden im weiteren Planverfahren durch einen Fachgutachter geprüft.
Für die derzeitigen Anwohner sollen keine Erschließungskosten entstehen. Die im Zuge einer Baulandentwicklung erforderlichen Erschließungsmaßnahmen sind vom Investor zu tragen.
 

Die Fläche wurde bereits im Regionalplanentwurf des RVR als Wohnbaufläche vorgesehen. In dem vorlaufenden Planverfahren wurden Umweltbelange, darunter auch das Klima, untersucht und bewertet. Wie jede bauliche Entwicklung auf einer bislang unversiegelten Fläche hat auch die Entwicklung dieses Baugebietes Umweltauswirkungen. Eine Besiedlung in und an der Stadt ist aus ökologischen Gründen aber vorzuziehen. Der Bereich ist direkt an die Straßenbahn angeschlossen. Daraus lässt sich ein emissionsarmer Verkehr organisieren, was im Vergleich zu einem Standort ohne gute ÖPNV Anbindung einen positiven Effekt auf das Klima hat.

Im Zuge des Bebauungsplanverfahrens wird eine Umweltprüfung durchgeführt, die die derzeit vorhandene Umweltqualität analysiert und die Auswirkungen der Planung auf die Umwelt bewertet. Klimatische Aspekte sind Teil der Umweltprüfung. Eingriffe in Natur und Landschaft sind zu vermeiden bzw. auszugleichen. Bei der Planung neuer Baugebiete werden bereits sehr früh Maßnahmen berücksichtigt, die sich positiv auf die klimatischen Verhältnisse im Siedlungsraum auswirken – z.B. Dachbegrünungen, Ausschluss von Steingärten, Baumpflanzungen oder Oberflächenentwässerungen.
Sämtliche Gutachten, die im Rahmen eines Bebauungsplanverfahrens erstellt werden, sind für die Öffentlichkeit einsehbar. Sie können auch hierzu Stellungnahmen abgeben.

Die Bedarfe für Familien werden im Zuge der Planung berücksichtigt. Sowohl Jugend- als auch Schulverwaltungsamt werden an der Planung beteiligt. Im Rahmen der Fortschreibung der Schulentwicklungsplanung wird die Bevölkerungsentwicklung neu betrachtet und die sich daraus ergebenden Bedarfe angepasst.

Bitte haben Sie Verständnis, dass ich aufgrund des frühen Verfahrensstandes Ihnen derzeit keine weitergehenden Auskünfte geben kann.
Die von Ihnen gestellten Fragen werden von der Stadtverwaltung auch als Anregung in dem noch einzuleitenden Bebauungsplanverfahren gewertet. Über den Zeitpunkt der Öffentlichkeitsbeteiligung werden wir Sie informieren. Die Bekanntmachung erfolgt auch im Amtsblatt der Stadt Bochum. Es ist aber nicht damit zu rechnen, dass die Öffentlichkeitsbeteiligung vor Oktober 2020 erfolgen kann. Bis dahin sollen auch keine Beschlüsse zur Einleitung eines Bebauungsplanverfahrens gefasst werden.

Mit freundlichen Grüßen

Heike Krammer

Stadt Bochum

Amt für Stadtplanung und Wohnen

– Wohnen und Projekte –

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E-Mail der Bürgerinitiative vom 15.März 2020 zu der E-Mail von Herrn Kröck vom 21.Februar 2020

Sehr geehrter Herr Kröck, 

wir beziehen uns auf Ihr Schreiben vom 21.02.2020 und möchten Ihnen gerne eine Rückmeldung zu unserer Informations-Veranstaltung geben. Bitte leiten Sie diese Nachricht gerne auch an Herrn Stadtbaurat Dr. Bradtke und an Frau Venzke weiter.

Diese Veranstaltung hinsichtlich der im Wohnbauflächenprogramm ausgewiesenen potentiellen Wohnbaufläche „Hinter der Kiste“ in Bochum-Linden (6.04 Hattinger Straße / Hinter der Kiste) hat wie geplant am 03.03.2020 statt gefunden.

Die Veranstaltung war sehr gut besucht und zeigte, dass die Bürgerschaft besorgt ist. Es bestehen viele Vorbehalte und eine überwiegende Mehrheit hat sich gegen eine Bebauung ausgesprochen. Unabhängig davon besteht außerdem noch viel Informationsbedarf seitens der Bürgerinnen und Bürger, die Ihre Fragen zum Teil auch schriftlich formuliert haben. Diese leiten wir Ihnen anbei gerne weiter und würden uns freuen, wenn Sie uns diese beantworten.  

Thematisiert in dieser Veranstaltung wurde u.a. auch, dass im Juni 2019 bereits ein städtebaulicher Workshop zwischen dem Investor Wilma Immobilien GmbH und den beteiligten Ämtern der Stadt Bochum statt gefunden hat und uns hierzu keine Informationen vorliegen. 

Wir möchten Sie bitten, uns über Ergebnisse und Teilnehmer dieses Workshops zu informieren. 

Ralf Kleinmax Tel. +49 (0) 162 2518143 und Reimund Kröger Tel. +49 (0) 1577 2882175 stehen Ihnen gerne für telefonische Rückfragen zur Verfügung. 

Mit freundlichen Grüßen

Bürgerinitiative Hinter der Kiste

Anhang: Anonyme Fragen der Bürgerinnen und Bürger

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Impressionen Info-Veranstaltung vom 03.03.2020

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E-Mail von Herrn Eckhart Kröck am 21. Februar 2020 zur Info-Veranstaltung vom 03. März 2020

Sehr geehrte Damen und Herren,

Sie haben eine Reihe von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung Bochum zu der oben genannten Veranstaltung eingeladen. Dafür ganz herzlichen Dank, auch im Namen von Herrn Stadtbaurat Dr. Markus Bradtke.

Wir sind an einem Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern sehr interessiert, insbesondere um die besten Lösungen für die stadtentwicklungspolitischen Herausforderungen vor denen die Stadt Bochum steht, zu erarbeiten.

Für die bauliche Entwicklung der Fläche: Hinter der Kiste liegen derzeit keine konkretisierenden politischen Aufträge vor. Eine Teilnahme an Ihrer Gesprächsrunde ist – auch aus Kapazitätsgründen – daher derzeit nicht sinnvoll.

Wir werden von uns aus sehr gerne zur gegebenen Zeit, in eine strukturierte bürgerschaftliche Beteiligung eintreten.

Mit besten Grüßen

Eckart Kröck

Dipl.-Ing. / Dipl.-Ing.

Ltd. städt. Baudirektor

Amts- und Institutsleiter

Stadtplanung und Wohnen

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Bebauung „Hattinger Straße / Hinter der Kiste“ Nein danke!

Info-Veranstaltung

für betroffene und interessierte Bürgerinnen und Bürger

Wann: Dienstag, 03.03.2020 ab 19:00 Uhr
Wo: Gaby’s Café im Augusta-Seniorenheim, Kesterkamp 20, 44879 Bochum Linden

Liebe Lindener Bürgerinnen und Bürger,

die Stadt Bochum hat die wertvolle direkt ans Landschaftsschutzgebiet angrenzende Frei- und Ackerfläche „Hinter der Kiste“ zwischen der Hattinger Str. ca. Höhe 930-948 und den Straßen Isenberg-, Dattenberg-, Homberg-, Nonnenbergweg sowie Nierenhofer Str. als potentielle Wohnbaufläche ausgewiesen. Diese bislang landwirtschaftlich genutzte Fläche ist somit Bestandteil des Wohnbauflächenprogramms. Gemäß Rahmenablaufplan soll der Baubeginn im Jahr 2023 erfolgen.

Die Firma Wilma Immobilien GmbH beabsichtigt, auf dieser rund 20.000 qm großen Ackerfläche ca. 47 Einfamilienhäuser sowie 2 Mehrfamilienhäuser mit ca. 25 Wohneinheiten zu errichten. Im Spätsommer 2019 fanden bereits durch die Firma Wilma Immobilien GmbH veranlasste Bohrmaßnahmen statt. Über die geplante Bebauung wurde bereits im Stadtteilmagazin „Vor Ort“, Ausgabe Nr. 07 Juli/August 2019 sowie in einem am 30.01.2020 im Bochumer Lokalteil „Süd/Südwest“ erschienenen Artikel der WAZ berichtet.

Das potentielle Bebauungsgebiet grenzt direkt an ein Landschaftsschutzgebiet. Die Fußwege am Rand des Feldes werden von vielen Spaziergängern und Hundebesitzern als Naherholungsgebiet genutzt. Es ist Habitat für viele Vögel, Fledermäuse und Wildtiere. Durch die geplante Baumaßnahme wird es zu ökologischen und klimatischen Auswirkungen und Belastungen für Mensch, Tier und Natur kommen. Zur Anbindung an die Hattinger Straße müssen zahlreiche Bäume gefällt werden, welche Vögel und Fledermäuse beheimaten. Nach Fertigstellung ist zusätzlich zum erhöhten Lärm– und Emissionsaufkommen auch die verkehrstechnische Anbindung für den weiteren Umkreis äußerst problematisch. 

Die angedachte Bebauung steht im Widerspruch zu den klimatologischen Forschungsergebnissen der Ruhr Universität Bochum und zum ausgerufenen Klimanotstand in Bochum seitens der Politik. Erkenntnisse diverser wissenschaftlicher Studien zeigen auf, dass vorhandene Luftschneisen, wie man sie auch auf dieser Freifläche vorfindet, keiner Bebauung zugeführt werden dürfen, da sie zur Abkühlung und klimatischen Regulierung unseres Stadtteils benötigt werden.

Klimapolitik muss in Bochum zukünftig konsequent gelebt werden, den großen Worten und Versprechungen der Politik müssen nun Taten folgen. Es haben sich bereits einige Parteien im Rat der Stadt Bochum gegen eine Bebauung ausgesprochen.

Wir stellen uns der Herausforderung und wirken der geplanten Bebauung entgegen!

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